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Vertrag über gerontopsychiatrische Fachberatung zwischen St. Elisabeth-Stiftung und Zentrum für Psychiatrie Weissenau |
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Psychiatrisch erkrankte Menschen in Pflegeheimen besser versorgen |
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BAD WALDSEE/RAVENSBURG - Die Altenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung und die Abteilung Gerontopsychiatrie des Zentrums für Psychiatrie Weissenau (ZfP) haben zum 1. November einen Vertrag abgeschlossen. Drei Einrichtungen der St. Elisabeth-Stiftung profitieren seitdem von der gerontopsychiatrischen Fachberatung durch Dr. Carmen Holzapfel: das Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz Aulendorf, der Wohnpark St. Josef Altshausen und der Wohnpark am Schloss Bad Waldsee. |
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Die gerontopsychiatrische Fachberatung trägt dazu bei, die Versorgung psychiatrisch erkrankter Senioren in den Einrichtungen zu verbessern. Sie richtet sich an das Pflegepersonal und die Institution selbst. Für die drei Pflegeheime der St. Elisabeth-Stiftung ist Dr. Carmen Holzapfel eine gefragte Ansprechpartnerin, vor allem bei schwierigen Fällen oder vertiefteren Fragen. Die 38-jährige Psychiaterin mit Schwerpunkt Gerontopsychiatrie hat im ZfP eine Station für verwirrte ältere Menschen geleitet. |
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Die trägerübergreifende Beratung richtet sich nach dem individuellen Bedarf der Einrichtungen. Geplant sind beispielsweise Fallbesprechungen, um aus dem besseren Verständnis der Situation der Bewohner zusammen mit dem Pflegeteam einen psychiatrischen Pflegeplan zu erstellen. Daneben schult sie Mitarbeiter zu gewünschten Themen. Dr. Holzapfel ist in den genannten Einrichtungen pro Monat jeweils eine Stunde vor Ort. "Meiner Ansicht nach, ist es sehr wichtig, das Personal fachspezifisch zu schulen. Häufig besteht in Pflegeheimen ein großer Beratungsbedarf zu psychiatrischen Krankheitsbildern", erklärt die Ärztin. Vor allem bei fortgeschrittener Demenz gebe es Verhaltensstörungen, die einen abgestimmten Umgang und auch eine gezielte Therapie erfordern, wie starke Unruhe, abweisendes Verhalten oder Ängste." Von Dr. Carmen Holzapfel bekommt das Personal eine Richtschnur, wie den Bewohnern einerseits Sicherheit und andererseits der bestmögliche Rahmen an Freiheit garantiert werden kann. "Beide Seiten profitieren von der Beratung: Mitarbeiter und Bewohner werden entspannter und zufriedener." |
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Klaus Stuhlmüller, Altenhilfe-Geschäftsführer der St. Elisabeth-Stiftung, sieht den Bedarf an gerontopsychiatrischer Fachberatung für die rund 150 Mitarbeiter in den drei Einrichtungen besonders wegen dem immer häufigeren Krankheitsbild Demenz. "Vor allem in unserem ländlichen Bereich gibt es oftmals keine entsprechende Versorgung im Bereich Gerontopsychiatrie." |
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Demenz ist ein zunehmendes Leiden: In Deutschland sind etwa 1,2 Millionen Menschen betroffen - mit steigender Tendenz. Der Grund: Das Risiko steigt mit dem Alter. So leidet im Alter zwischen 65 und 69 Jahren jeder Zwanzigste daran, aber zwischen 80 und 90 ist schon fast jeder Dritte betroffen. Weil in unserer Gesellschaft der Anteil älterer Mitbürger zunimmt, erwartet man auch mehr Demenzkranke. So rechnen Experten für das Jahr 2030 mit 2,5 Millionen Betroffenen.
Dr. Carmen Holzapfel (Zweite von links) berät Mitarbeiter des Pflegeheims im Wohnpark am Schloss Bad Waldsee zum Thema Demenz. |