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Ehrenamtliche Mitarbeit bei den Heggbacher Einrichtungen |
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Sonntagshelfer bringen mehr Lebensqualität |
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HEGGBACH - Seit mehr als 30 Jahren gibt es SonntagshelferInnen bei den Heggbacher Einrichtungen. Sie besuchen die Bewohner der Wohnheime am Sonntag oder auch an anderen Wochentagen. Sie spielen mit den behinderten Menschen und helfen auf den Gruppen bei der Hausarbeit mit. Finanziert wird der Sonntagsdienst vom Verein der Freunde und Förderer der Heggbacher Einrichtungen, der im Oktober sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Zehn SonntagshelferInnen sind derzeit bei der Behindertenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung aktiv. Die Helfer schätzen das Engagement mit Sinn oder die Chance zur Berufserkundung im sozialen Bereich. |
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Andrea Laux, Bankkauffrau aus Hürbel, absolviert ein soziales Jahr bei den Heggbacher Einrichtungen in der Wohngruppe Heinrich in Reinstetten. Ihr Arbeitgeber hat sie zu diesem Zweck für ein Jahr freigestellt. Ihre Tätigkeit bei der Behindertenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung hatte die 29-jährige als Sonntagshelferin begonnen, in der Villa Christ in Ochsenhausen, wo die Gruppe Heinrich mit zehn Personen wohnte. Hier landete sie an der Fasnet 2002 durch Zufall beim Hausball. Neben der tollen Stimmung begeisterte sie vor allem, dass Bewohner und Besucher hier ganz ungezwungen miteinander feierten, und so entstand ihre Idee, ehrenamtlich auf der Gruppe mitzuhelfen. Ihr erster Ausflug mit den Bewohnern der Villa Christ führte Andrea Laux auf den Biberacher Weihnachtsmarkt. Durch ihre Begleiter sah sie den Markt mit ganz anderen Augen: Mit Begeisterung wurden viele Sachen entdeckt, die sonst so selbstverständlich und nebensächlich sind. Es folgten weitere Besuche, Bastelabende, Ausflüge und Feste, entweder am Abend oder am Wochenende. Daraus entstanden unzählige schöne und lustige, aber auch abenteuerliche und nachdenkliche Erlebnisse - für sie jedenfalls immer ein prägendes Erlebnis und eine persönliche Bereicherung. Das Soziale Jahr macht ihr nun soviel Spaß, dass sie danach ganz sicher als Sonntagshelferin auf ihrer Gruppe weitermachen möchte. |
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Judith Speidel aus Kleinschafhausen besucht die 10. Klasse der Max-Weishaupt-Realschule in Schwendi. Ihre Mutter arbeitet seit 17 Jahren als Heilerziehungshelferin in Heggbach. Seit eineinhalb Jahren engagiert sich die 16-jährige als Sonntagshelferin auf Gruppe Tabitha, im Wohnheim Regina. Wenn sie am Sonntag nach Heggbach kommt, begleitet sie die Bewohner im Rollstuhl in den Gottesdienst. Anschließend bringt sie die Frauen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren zusammen mit den Mitarbeitern zurück auf die Gruppe. Jetzt wird der Tisch gedeckt und das Essen verteilt. Da Judith schon als Kind die Gruppe besuchte, kennen die Bewohnerinnen sie und freuen sich jedes Mal sehr über ihre Besuche. Judith Speidel hat auch Freude an hauswirtschaftlichen Tätigkeiten: "Socken zusammenlegen oder beim Badputz helfen, gehören eben auch dazu." |
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"Sonntagshelfer sind für unsere Mitarbeiter eine wertvolle Hilfe. Pflege, wie die Begleitung zur Toilette, gehört nicht zu ihren Aufgaben", erklärt Elisabeth Hannak, Sozialdienstmitarbeiterin und verantwortlich für den Sonntagsdienst. In Ingerkingen arbeitet mit Zoran Golubovic ein zweiter Ansprechpartner für den Sonntagsdienst der Heggbacher Einrichtungen. |
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Welche Voraussetzungen braucht ein Sonntagshelfer? "Interessierte sollten mindestens 15 Jahre alt sein, eine soziale Einstellung und Neugier für den Umgang mit Menschen mit Behinderungen mitbringen", erklärt Hannak. Unverbindliches Schnuppern ist nach Terminabsprache jederzeit an den verschiedenen Standorten der Heggbacher Einrichtungen möglich. Die Sonntagshelfer erhalten eine Aufwandsentschädigung von acht Euro pro Einsatztag. Wenn sie an einem Ausflug teilnehmen, bekommen sie 15 Euro. Flexibel sind die Sonntagshelfer nicht nur in der Auswahl der Wochentage, wann sie unterstützend tätig sein möchten, sondern auch in welchem Rhythmus sie in die Gruppen kommen. "Gut ist es für die Bewohner, wenn das Engagement über mehrere Monate dauert und die Helfer alle zwei bis vier Wochen zu uns kommen. Die Bewohner gewöhnen sich schnell an die neuen Gesichter." |
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Der Sonntagsdienst hilft auch dabei, Vorurteile abzubauen. Durch die ausgeprägte Zufriedenheit und Begeisterungsfähigkeit vieler behinderter Menschen begreifen die Sonntagshelfer, wie wunderbar das Leben - auch mit Handicap - sein kann. Geschäftsführer Adolf Ilg ist die Nachwuchsförderung im Sonntagsdienst ein wichtiges Anliegen: "Sie tragen zur Lebensqualität und zur Integration der Bewohner bei." |
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Informationshinweis: Nähere Infos zum Sonntagsdienst erhalten Interessierte bei Elisabeth Hannak, Telefon 07353 81-206, Mail: hannak@heggbach.de oder Zoran Golubovic, Telefon 07356 303-181, Mail golubovic@heggbach.de oder unter www.heggbach.de |
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Spiele gehören dazu. Links Elisabeth Hannak, die die SonntagshelferInnen anleitet und rechts Judith Speidel - mittlerweile gehört sie schon fest zur Gruppe Tabitha, weil sie die Bewohner regelmäßig besucht. |
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Foto: Claudia Flassak |