Eröffnung der sechsten Säule des Jordanbades mit 130 geladenen Gästen

Sinn-Welt als "Beitrag für mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft"

BIBERACH (cf) - Mit einer offiziellen Eröffnungsfeier der anderen Art wurde die Sinn-Welt am Freitag, 2. April 2004, rund 130 Ehrengästen aus Politik, Kirche, Schule und Wirtschaft vorgestellt. Ab sofort ist die Sinn-Welt geöffnet und der Gesundheitspark Jordanbad damit komplett: Die sechste Säule der Sinn-Welt ergänzt mit "Wellness für die Seele" das seit Herbst 2003 bestehende Angebot aus Therme, KneippPlus, PraxisAktiv, Parkhotel und Wohnpark für Senioren. Ganzjährig drinnen und in der wärmeren Jahreszeit auch draußen bietet die Sinn-Welt den Besuchern einen neuartigen und intensiven Kontakt mit den (eigenen) Sinnen - an mehr als 70 (Mitmach-)Stationen. Die St. Elisabeth-Stiftung investierte ins Jordanbad 30 Millionen Euro, davon allein rund drei Millionen in die Sinn-Welt.

In der munteren Eröffnungsfeier wirkten mit: neben Architekt Wolfram Graubner, Kurt Rimmele, Geschäftsführer des Jordanbades, Ulrich Steenberg, Leiter der Katholischen Fachschule Ulm, Annette Merk und Schwester M. Gisela Ibele, Leiterinnen der Sinn-Welt, wie auch Beatrix Bauer, Vertreter des Staatlichen Schulamts Biberach, Weihbischof Bernhard Rieger und Schwester Paulin M. Link, Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute. Anhand der sieben Tage der Schöpfungsgeschichte und den dazu passenden Bibelstellen verdeutlichten sie mit Musik, Bildern und anderen Elementen untermalt, was die Sinn-Welt ausmacht.

In sieben Tagen schuf Gott die Erde - in der Sinn-Welt im komplett umgebauten und erweiterten Ökonomiegebäude des Jordanbades erfahren die Besucher die biblische Schöpfungsgeschichte und die Entstehung des Menschen auf neue Art. Anhand der spielerischen Erfahrungen mit den eigenen Sinnen kommen die Besucher zur Ruhe, zu sich selbst oder stellen sich Sinnfragen. Immer mehr Menschen fühlen sich heutzutage ausgebrannt durch den gesellschaftlichen Werteverlust und stetig steigende Anforderungen im Beruf. "Als kirchliche Stiftung verstehen wir unseren Auftrag nicht nur in der konkreten Hilfe für alte, kranke und behinderte Menschen. Wir möchten auch einen Beitrag leisten zur Vermenschlichung unserer Gesellschaft und zur positiven Grundhaltung, dass das Leben sinnvoll und lebenswert ist", erklärt Ralf Klein-Jung, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung, zur Bedeutung der (von ihm initiierten) Sinn-Welt. "Wir bieten hier Freude, Spiel und Spaß, aber auch Faszination über die Schöpfung an, fördern humane Grundhaltungen und soziale Kompetenz, vermitteln tragende Werte christlicher Kultur."

 

Ganzheitliches Angebot für Körper, Geist und Seele

Die insgesamt sechs Säulen im Jordanbad Biberach ergeben ein ganzheitliches Angebot für Körper, Geist und Seele. Die als erste Säule im August 2003 in Betrieb gegangene Therme Jordanbad erfreut sich regen Zulaufs. "Es läuft gut", bestätigt Kurt Rimmele, Geschäftsführer der JordanTherme GmbH. "Wir haben die erwarteten Besucherzahlen im Thermal-, Sole- und Familienbad, inklusive Saunaland, erreicht."

Das Jordanbad geht auf eine lange Geschichte zurück. Schon die Römer waren 100 nach Christus hier angesiedelt. 1889 eröffneten die Franziskanerinnen von Reute im Jordanbad die erste ärztlich geleitete Kneipp'sche Wasserheilanstalt Deutschlands. Pfarrer Kneipp besuchte das Jordanbad mehrere Male. Ein Teil seines Nachlasses ist in der Kneipp-Ausstellung im Gebäude KneippPlus des Jordanbades verewigt. Zum 1. Januar 2000 ging das Jordanbad in die Trägerschaft der St. Elisabeth-Stiftung über, die das sozial-caritative Werk der Franziskanerinnen von Reute in der Altenhilfe, Behindertenhilfe, in Wirtschaftsbetrieben und in der Gesundheitshilfe - unter anderem im Jordanbad - fortführt.

Von links Ralf Klein-Jung, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung, Ulrich Steenberg, Leiter der Katholischen Fachschule in Ulm, Wolfram Graubner, Architekt, Weihbischof Bernhard Rieger und Schwester Paulin M. Link, Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute. Foto: St. Elisabeth-Stiftung