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Fachdienst Offene Hilfen der Heggbacher Einrichtungen unterstützt verschiedene Betreuungsmodelle |
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Familienpflege bringt Vorteile für beide Seiten |
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EHINGEN - Seit vier Jahren bieten die Heggbacher Einrichtungen Familienpflege an. Rund 20 Menschen mit Behinderung hat der Fachdienst Offene Hilfen in dieser Zeit vermittelt: Viele behinderte Menschen, die im Heim leben oder in ihrer Ursprungsfamilie nicht angemessen betreut werden können, wechseln gern in diese Wohnform. Fremde Familien oder Geschwister von behinderten Menschen bieten ein häusliches Umfeld mit Vorteilen - für beide Seiten. |
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Die Heggbacher Einrichtungen bieten an verschiedenen Standorten, wie in Heggbach oder Biberach, Wohnheime für Menschen mit Behinderungen an. Daneben gibt es Ambulant Betreutes Wohnen, das derzeit 40 Menschen mit Behinderung nutzen. Sie leben in einer Wohnung weitgehend selbstständig. Für jene behinderten Menschen, die nicht alleine leben können, ist Familienpflege ideal. In einer liebevollen Familie sind sie nicht nur versorgt, sondern das Umfeld beeinflusst die Entwicklung der Persönlichkeit oftmals günstig. |
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Seit eineinhalb Jahren fördert der Fachdienst Offene Hilfen auch Familienpflege für Geschwister. Wer seinen behinderten Bruder oder seine behinderte Schwester im Kreis der Familie aufnimmt, erhält dafür ein Betreuungsgeld von 730 Euro pro Monat. Den gleichen Zuschuss erhalten fremde Familien. |
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Der Fachdienst Offene Hilfen unterstützt die Familien von Anfang an. Bei Infogesprächen klopfen die Mitarbeiter der Offenen Hilfen zunächst ab, welche Art der Betreuung sich die Familie vorstellt. Soll der Mensch mit Behinderungen komplett selbstständig sein, im Haushalt mithelfen können, .... Die künftigen Familien erfahren die Eigenschaften des ausgewählten Schützlings, seine Essensgewohnheiten, Gesundheitszustand und Hobbys des neuen "Familienmitgliedes". Die meisten der in Familienpflege Betreuten gehen täglich in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Vor dem Umzug, den der Fachdienst organisiert, gibt es erste Begegnungen beim Frühstück oder Kaffeetrinken. Lebt er/sie in der Familie, folgen regelmäßige Besuche. "Wir sprechen mindestens einmal pro Monat mit den Familien und Geschwistern und auch getrennt mit den Menschen mit Behinderungen, um etwaige Probleme auszuräumen", erklärt Diplom-Sozialpädagogin Waltraud Füchter, vom Fachdienst Offene Hilfen. Daneben kümmern sich auch Andreas Kemper, Diplom-Sozialpädagoge, und Manfred Mergl, Leiter des Fachdienstes Offene Hilfen, um die Familienpflege. |
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Einen Monat lang erhält die Familie "Urlaub", sprich in dieser Zeit ist der Schützling anderswo untergebracht. Falls es unlösbare Schwierigkeiten gibt, wird die Familienpflege unbürokratisch und zügig beendet. "Niemand muss sich Sorgen machen, dass er sich auf ewig verpflichtet. Wir streben eine beständige Familienpflege an, sollte es aber nicht funktionieren, kümmern wir uns um eine andere Lösung für unseren Betreuten." Die vom Fachdienst in den letzten vier Jahren im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Biberach vermittelten Familienpflegen sind zu rund 80 Prozent dauerhaft erfolgreich. |
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In der Familienpflege aufgeblüht |
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Der Fachdienst Offene Hilfen sucht weitere Familien, die sich für die Betreuung interessieren. Zum (Be-)Schnuppern gibt es grundsätzlich ein Probewochenende und ein zweimonatiges Praktikum. Die Menschen mit Behinderungen sind zwischen 18 und 65 Jahre alt. Sie sollten in der neuen Familie ein eigenes Zimmer bekommen. Auch Singles sind geeignet, wenn sie sich auf das Zusammenleben mit einem behinderten Menschen einlassen möchten. |
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Waltraud Füchter beschreibt die Geschichte einer 27-jährigen aus dem Alb-Donau-Kreis, die in ihrer eigenen problematischen Familie nicht mehr klar kam. Als sie in die Familienpflege wechselte, war sie stark übergewichtig und hatte kaum Selbstbewusstsein. "Nach einigen Jahren in der liebevollen Familienpflege ist sie aufgeblüht, hat ihr Übergewicht abgebaut und sich in der Persönlichkeit enorm weiterentwickelt." |
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INFO: Wer sich für Familienpflege interessiert, erhält nähere Infos unter 07391 7741-15 oder 07391 7741-12. |