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300 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und 100 Milchkühe ab September unter neuer "Regie" |
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St. Elisabeth-Stiftung verpachtet an BIOLAND-Landwirte |
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BAD WALDSEE - Die St. Elisabeth-Stiftung aus Bad Waldsee kooperiert ab |
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An ihren Standorten in Altshausen, Reute, Ingerkingen, Heggbach und am Jordanbad Biberach unterhielten die Franziskanerinnen des Kloster Reute seit jeher landwirtschaftliche Nutzflächen. Mit der Einstiftung der sozial-caritativen Werke des Ordens in die St. Elisabeth-Stiftung zum 1.1.2000 gingen Acker, Grünland und Viehwirtschaft in die Gutsverwaltung der Stiftung über. |
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"Die traditionellen Strukturen der konventionellen Landwirtschaft können wir heute aufgrund veränderter Rahmenbedingungen nicht mehr aufrecht erhalten. Wir haben uns aus ideellen Gründen für BIOLAND entschieden", erklärt Wolfgang Frühschütz, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung. |
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Mit den vier BIOLAND-Landwirten setzt die St. Elisabeth-Stiftung auf langjährige Erfahrung. Alle sind seit 15 bis 20 Jahren für BIOLAND im Einsatz, dem derzeit größten ökologischen Anbauverband in Deutschland. BIOLAND steht für nachhaltige Landwirtschaft zugunsten eines gesunden Ökosystems. "BIOLAND führt die franziskanischen Ansätze auf moderne Art weiter", so der Vorstand. Der Verzicht auf gentechnisch verändertes Saatgut und Futter sowie keine Verwendung chemisch-synthetischer Dünge- und Spritzmittel sind hier garantiert. |
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Die Landwirte übernehmen die Pacht der Acker- und Grünlandflächen als GbR. Die zum Heggbacher Anteil gehörenden 100 Milchkühe werden von Josef Weber in ihrem bisherigen Stall auf BIOLAND-Wirtschaft umgestellt. Berthold Weber erklärt, dass BIOLAND kleine Verbesserungen im Heggbacher Stall verlange wie auch eine größere Weidefläche, die unterhalb der bisherigen Hofstelle aus heutigem Ackerland entsteht. "Die gesetzlich vorgeschriebene Umstellungsphase dauert anschließend zwei Jahre." Folglich darf erst ab September 2006 die Milch der Heggbacher Kühe als BIOLAND-Produkt verkauft werden. |
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Auf den Ackerflächen in Reute plant Berthold Weber eine Fruchtfolge, die das Umfeld des Klosters bereichern soll. Ackerbohnen, Kartoffeln, Gerste und Dinkel möchte er anpflanzen - die früher übliche Artenvielfalt kommt außer dem Auge dem Ökosystem zugute. "Jeder ökologisch bewirtschaftete Hektar ist ein Gewinn", ist Berthold Weber von seinem Schaffen im Einklang mit der Natur überzeugt. "Wir sind raus aus der Müsli-Vegetarier-Ecke", fügt er schmunzelnd hinzu und verweist auf jährliche Zuwachsraten von bis zu 10 Prozent je nach Region. |
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Anbau und Vermarktung der Produkte werden die vier BIOLAND-Landwirte koordinieren. Mit dem Getreide wollen sie, wie bisher bereits, regionale Bäckereien versorgen, aus der Gerste soll Bio-Bier gebraut werden, einen BIOLAND-Hühnerhof wollen sie mit mehr Futter versorgen. |
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Gemeinsam stärker - neuer Partner der St. Elisabeth-Stiftung (v.l.n.r.): Die BIOLAND-Landwirte Josef Weber aus Mettenberg, Gerhard Steigmüller aus Ummendorf, Berthold Weber aus Bad Waldsee und Stefan Weiss aus Ebersbach |