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St. Elisabeth-Stiftung und Heggbacher Einrichtungen beziehen bei einer Pressekonferenz Stellung zu den Mobbing-Vorwürfen: |
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In den Heggbacher Einrichtungen wird nicht planvoll und systematisch gemobbt |
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HEGGBACH – Seit 22. Dezember 2001 werden in den Medien gegen die Heggbacher Einrichtungen als Behindertenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung sehr pauschale Mobbing-Vorwürfe erhoben. In einer Pressekonferenz am 15. Januar 2002 in den Räumen der Heggbacher Einrichtungen in Heggbach bezogen der Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung, die Geschäftsführung und die Mitarbeitervertretung der Heggbacher Einrichtungen dazu Stellung. Dabei äußerten sich die Verantwortlichen tief betroffen von den öffentlichen und fast ausschließlich anonymen Anklagen, die überwiegend von früheren Mitarbeitern der Heggbacher Einrichtungen bei Medienvertretern vorgetragen wurden. Zum anderen zeigten sich der Vorstand und die Geschäftsführung entschlossen, alle geäußerten Vorwürfe sehr ernst zu nehmen und eventuell betroffenen Mitarbeitern zu helfen. |
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Ausgelöst wurde das plötzliche Medieninteresse an den Heggbacher Einrichtungen durch die Biberacher Selbsthilfegruppe für Mobbing-Opfer. Deren Vorsitzende Margret Herbst und ein Betriebsseelsorger der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), Werner Baur, hatten gegenüber der Biberacher Lokalpresse beklagt, dass vier von zehn Mitgliedern der Selbsthilfegruppe aus den Heggbacher Einrichtungen sind. Fest machten sie ihre Vorwürfe insbesondere am Fall einer Mitarbeiterin, die im Sommer 2000 ausgeschieden ist. Der pauschale Vorwurf lautete in den Medien anschließend: "In den Heggbacher Einrichtungen werden Mitarbeiter systematisch gemobbt." Bestürzt und erschrocken zeigten sich von solcherlei Nachrichten vor allem die Geschäftsführung und die Mitarbeitervertretung der Heggbacher Einrichtungen, denen zu diesem Zeitpunkt keine konkreten Mobbing-Vorwürfe von Mitarbeitern bekannt waren. "Helfen können wir aber nur jemandem, der uns über seine Probleme informiert", erklärte Adolf Ilg, Geschäftsführer der Heggbacher Einrichtungen. |
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Mobbing am häufigsten in sozialen Berufen |
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Mobbing bezeichnet Vorgänge, die alltagssprachlich mit Schikanieren, Sabotieren, Verunglimpfen, Intrigieren oder Terrorisieren beschrieben werden können. Laut dem Selbsthilfeverein Mobbing e.V. beläuft sich die durchschnittliche Zahl von Mobbing-Fällen in Unternehmen auf 1,5 bis 3,5 Prozent, eine bedrückende Zahl, die aber auch beweist: Mobbing kommt immer und überall vor, wo Menschen miteinander arbeiten, am häufigsten jedoch in sozialen Berufen. "Warum sollen kirchliche Einrichtungen davon grundsätzlich verschont sein", so Ralf Klein-Jung, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung, "zumal die meisten sozialen Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft stehen?" |
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In den Heggbacher Einrichtungen arbeiten im Kreis Biberach an |
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"Dabei läuft nicht immer alles glatt. Wir weisen aber den Vorwurf entschieden zurück, die leitenden Mitarbeiter der Heggbacher Einrichtungen würden planvoll und gezielt Mitarbeiter mobben", unterstreichen Vorstand Ralf Klein-Jung und Geschäftsführer Adolf Ilg. |
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Mitarbeiter sind wichtigstes Kapital |
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Bei der Pressekonferenz machten die Vertreter von St. Elisabeth-Stiftung und Heggbacher Einrichtungen einmal mehr deutlich, dass sie ihre Mitarbeiter als wichtigstes Kapital sehen. Warum sollte eine soziale Einrichtung, die wie alle anderen ihrer Branche heute schon genug Schwierigkeiten hat, Mitarbeiter zu gewinnen, ein Interesse daran haben, diese zu schikanieren, fragte Vorstand Ralf Klein-Jung in die Runde der Pressevertreter. "Die Qualität unserer Dienstleistung entsteht in der zwischenmenschlichen Beziehung. Gerade das macht soziale Arbeit aber auch so schwierig, denn in der Kommunikation zwischen Menschen entstehen schnell Missverständnisse und Konflikte", so Klein-Jung weiter. |
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Immer weniger Geld für immer mehr Aufgaben |
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Erschwerend hinzu kämen die seit 1993 in der Behindertenhilfe "gedeckelten" Pflegesätze mit der Folge, dass für immer mehr Aufgaben immer weniger Geld zur Verfügung stehe. Dadurch steige auch die Arbeitsbelastung für jeden einzelnen und die Verweildauer in sozialen Berufen sinke seit Jahren. Adolf Ilg dazu: "Wir sind heute an einem Punkt angelangt, wo nach Jahren des Sparens und der Effektivitätssteigerung die Spielräume restlos ausgeschöpft sind. Wenn beispielsweise einem Menschen mit Schluckstörung das Essen in immer kürzerer Zeit in den Mund geschoben werden muss,- , ist das für ihn und den Mitarbeiter eine immense psychische Belastung." |
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Die Gesetzesänderungen zur Sozialhilfe und zur Finanzierung der Pflege haben in den letzten Jahren auch bei den Heggbacher Einrichtungen zu einer Neuverteilung der Aufgaben geführt. |
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Schritte zur Abhilfe und Vorbeugung |
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In zahlreichen Veranstaltungen und Fortbildungen werden Mitarbeiter und Führungskräfte der Heggbacher Einrichtungen und der St. Elisabeth-Stiftung regelmäßig im sensiblen Umgang gegenüber den hilfebedürftigen Menschen und für ihre Arbeit im Team geschult. Am ersten Erscheinungstag der Berichte über die Mobbing-Vorwürfe in der Lokalpresse reagierte die St. Elisabeth-Stiftung mit einem sofortigen Aushang an alle Mitarbeiter der Heggbacher Einrichtungen. Neben der Betroffenheit zu diesen Meldungen machten der Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung und die Geschäftsführung der Heggbacher Einrichtungen wiederholt darin deutlich: "Unsere Mitarbeiter wissen, dass sie sich jederzeit an den Vorgesetzten ihres Vorgesetzten oder an die Mitarbeitervertretung wenden können, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen." Adolf Ilg appelliert in den letzten Tagen und Wochen wiederholt an alle Mitarbeiter: "Wir möchten allen helfen, die sich gemobbt fühlen oder anderweitig unzufrieden mit ihrer Arbeit sind. Auf Grund unseres Leitbildes sehen wir die Verpflichtung, auch die pauschalen Anschuldigungen sehr ernst zu nehmen und Mobbing in unseren Einrichtungen möglichst zu vermeiden. Wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns, damit wir Ihnen und damit uns selbst helfen können. Wir sichern zu, dass die Vorwürfe sehr ernst genommen werden, wenn sie konkret benannt werden." |