Landrat Widmaier zu Gast beim Kreisseniorenrat

 

Bad Waldsee (ws) – Ein vielseitiges Programm erwartete die zahlreichen Besucher der Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrates Ravensburg am Mittwochnachmittag im Wohnpark am Schloss der St. Elisabeth-Stiftung in Bad Waldsee. Landrat Kurt Widmaier hielt ein Referat über "50 Jahre Baden-Württemberg". Daneben gab es interessante Führungen durch die Betreute Wohnanlage der Stiftung.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden des Kreisseniorenrates Bruno Rückgauer stellten die beiden Vorstände der St. Elisabeth-Stiftung, Wolfgang Frühschütz und Ralf Klein-Jung, die Vorgeschichte und Entstehung sowie die Struktur der Stiftung vor. Anschließend erläuterten sie die Einrichtungen und Projekte der Stiftung sowie die Angebote des neuen Wohnparks am Schloss. Ralf Klein-Jung erklärte, dass für die Betreute Wohnanlage in Kürze das "Qualitätssiegel Baden-Württemberg für Betreutes Wohnen" beantragt werde. Dieser Schritt wird erst möglich, wenn die Anlage einige Zeit in Betrieb ist. Eröffnet wurde der Wohnpark Anfang dieses Jahres. Schaubilder, Grafiken und Tabellen unterstützten die Ausführungen der Vorstände und ließen die vielfältigen Bemühungen der St. Elisabeth-Stiftung erkennen, den betagten Bewohnern das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Bei zwei Führungen stellte die Koordinatorin Melitta Müller den Mitgliedern des Kreisseniorenrates die Betreute Wohnanlage vor. Dabei konnten die Besucher die Größe und Einteilung der unterschiedlichen Wohnungen, das Pflegebad, die Sozialstation Gute Beth wie auch die Bauprinzipien des ganzen Hauses kennen lernen. Anschließend lud die St. Elisabeth-Stiftung ihre Gäste zu Kaffee und Kuchen ein.

Zu Beginn seines Referats machte Landrat Widmaier darauf aufmerksam, dass der Kreisseniorenrat seit mehr als 20 Jahren mit der Arbeit für die ältere Generation eine originäre Arbeit des Landratsamtes wahrnehme. Widmaier erinnerte an die Kreisreform 1972, als die beiden Landkreise Ravensburg und Wangen zu einer Einheit verschmolzen und damit der zweitgrößte Flächenlandkreis des Landes geschaffen wurde. Gemeinsame Aufgabe sei heute eine lebendige Kommunalpolitik zum Wohle aller Bürger, einschließlich der älteren Generation.

Im Gegensatz zum historischen Rückblick erläuterte Sozialdezernentin Diana Raedler das neu beschlossene und am 1. Januar 2003 in Kraft tretende "Gesetz zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung". Anlässlich einer vom Landkreis initiierten Telefonaktion hat die Schwäbische Zeitung Ravensburg in der "Kreisrundschau" vom 5. November 2002 alle wesentlichen Inhalte dieses Gesetzes dargelegt (siehe Bericht "SZ-Telefonaktion: Grundsicherung – eine neue soziale Leistung"). Raedler veranschaulichte ihre Ausführungen mit ausgewählten Rechenbeispielen. Die entsprechenden Ausführungsbestimmungen zum neuen Gesetz fehlten zwar noch, jedoch wolle das Landratsamt die Verwirklichung dieses Gesetzes mit Informationsblättern und Antragsformularen vorbereiten.

Hinweise des Vorsitzenden Bruno Rückgauer auf die Umsetzung des neuen Heimgesetzes im Kreis Ravensburg und auf den geplanten Internetanschluss des Kreisseniorenrates über die "Bodenseeplattform Senioren" beschlossen die inhaltsreiche Tagesordnung.