Zweiter großer Baufortschritt im Gesundheitspark der St. Elisabeth-Stiftung

"Doppelrichtfest" im Jordanbad: Wohnpark im Rohbau fertiggestellt

BIBERACH - Die St. Elisabeth-Stiftung aus Bad Waldsee feierte am Montag, 28. April 2003, den zweiten großen Baufortschritt des neuen Jordanbades: Der Wohnpark, bestehend aus den Gebäuden Betreute Wohnanlage und Pflegeheim, ist nach achtmonatiger Bauzeit im Rohbau fertiggestellt. Landrat Peter Schneider und Bürgermeister Julius Ogertschnig überbrachten ihre Glückwünsche vor rund 200 Gästen, darunter auch Schwester Walburga M. Scheibel, Vorsitzende des Stiftungsrates. Ab 1. September, mit der Eröffnung des Gesundheitsparks für Jung und Alt, sind die Wohnungen und das Pflegeheim bezugsfertig.

 

Insgesamt 8,3 Millionen Euro hat die St. Elisabeth-Stiftung in die beiden neuen Gebäude investiert. Sie verkörpern die fünfte Säule des neuen Jordanbades: Wohnen und Pflege für ältere und alte Menschen in Sicherheit und Geborgenheit. Das Pflegeheim bietet 40 Plätze zur Dauer- und Kurzzeitpflege, drei Plätze für Tagespflege und einem Aktionsgarten für Menschen mit Demenz. Im zweiten Gebäude sind 20 Betreute Wohnungen untergebracht.

"Wir gehen von einer termingerechten Fertigstellung aus", unterstrich Ralf Klein-Jung, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung. Zu schaffen machten den Bauarbeiten die anhaltend schlechte Witterung im zweiten Halbjahr 2002, eine langanhaltende Frostperiode und die umfangreiche Hangabsicherung, die im Bereich des Pflegeheims und der Betreuten Wohnanlage nötig war. Ralf Klein-Jung bedankte sich bei den beteiligten Baufirmen, Planungsbüros, Genehmigungsbehörden und bei den beteiligten Mitarbeitern der Stiftung für das schnelle Vorwärtskommen.

Im Jordanbad werden künftig Menschen jeden Alters zusammentreffen können. Dies entspreche der Stiftungsethik, die Ralf Klein-Jung so umriss: "Schutz des Menschen und seiner unvergleichbaren Würde, Förderung der eigenen Kräfte und angemessene Hilfe in der jeweiligen Lebenslage."

 

Jordanbad bleibt Markenzeichen

Bürgermeister Julius Ogertschnig lobte die wohlwollende Unterstützung der Region für das neue Jordanbad. Diese machte er an der Tatsache fest, dass die planungs- und baurechtlichen Verfahren in einem guten halben Jahr abgewickelt wurden. "Das Jordanbad war und wird nun auch künftig ein Markenzeichen sein und damit die Attraktivität der Raumschaft erhalten und sogar verfestigen." Für die Region - gelegen zwischen den Oberzentren Ulm, Memmingen und Bodensee - sei dies von existenzieller Bedeutung.

Architekt Edwin Heinz vom Architekturbüro GMS in Isny machte auf die besondere Aufgabenstellung des Projektes Jordanbad aufmerksam: Für das vorhandene Gelände der St. Elisabeth-Stiftung galt es, zwischen bestehenden Bausteinen Neubauten zu platzieren. Die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen der Bauherrschaft und den Planern habe sich in diesem Prozess bereits bewährt.

Die St. Elisabeth-Stiftung hat ihr mehrteiliges Altenhilfekonzept mit ambulanter, teilstationärer und stationärer Betreuung bereits mit guter Resonanz in Altshausen, Bad Waldsee und Ehingen realisiert. Grundziel ist es, die Selbständigkeit der Senioren möglichst lange zu sichern. "Hilfe zur Selbsthilfe" steht für individuelle Angebote zu Aktivierung und Pflege. Die Wohnungen am Jordanberg, konzipiert und gebaut nach den Anforderungen des Qualitätssiegels Baden Württemberg, erfreuen sich einer regen Nachfrage. Über die Hälfte ist bereits fest reserviert. Zu den Grundleistungen für die Bewohner - Gemeinschaftsbad, Pflegebad und 24-Stunden-Notruf - gehört auch eine Koordinatorin, die sich um Einzelfallhilfe, Gruppenangebote in der Wohnanlage und Gemeinwesenarbeit kümmert. Wird ein Bewohner der Betreuten Wohnanlage irgendwann pflegebedürftig, steht ihm ein Platz im angeschlossenen Pflegeheim zur Verfügung. Falls gewünscht, kann der Bewohner auch über ambulante Dienste in seiner Wohnung versorgt werden, bevorzugt über die Katholische Sozialstation Biberach, mit der die St. Elisabeth-Stiftung kooperiert.

 

INFO: Das Gesamtprojekt Jordanbad vereint Gesundheit, Freizeit und Wohnen in den sechs Säulen Therme Jordanbad, KneippPlus, Kneipp-Kurhotel "Parkhotel", PraxisAktiv, Wohnpark und Sinn-Welt. Nähere Informationen auch im Internet unter www.jordanbad.de. Ansprechpartner für den Wohnpark am Jordanbad sind: für die Betreuten Wohnungen Annette Merk, Telefon 07524 906-141 und für das Pflegeheim Heidi Haga, Telefon 07524 906-441.

 

Von links: Manfred Frik, Altenhilfe-Geschäftsführer, die beiden Vorstände der St. Elisabeth-Stiftung, Wolfgang Frühschütz und Ralf Klein-Jung, Landrat Peter Schneider, Stiftungsratsvorsitzende Walburga M. Scheibel, Architekt Edwin Heinz, Ummendorfs Bürgermeister Klaus B. Reichert und der Biberacher Bürgermeister Julius Ogertschnig.