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Patentreffen der Heggbacher Einrichtungen |
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"Geschenke des Himmels" für die Bewohner |
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HEGGBACH - 85 Paten pflegen Kontakt zu Menschen mit Behinderungen, die im Heim Heggbach wohnen. Sie haben keine Familie oder Angehörige, die sich für sie interessieren. Bei zwei Patentreffen pro Jahr versammeln sich die ehrenamtlichen Betreuer zusammen mit ihren "Schützlingen" und unter Leitung des Sozialdienstes der Heggbacher Einrichtungen. Eines dieser Treffen fand kürzlich wieder in Heggbach statt. |
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Elisabeth Hannak vom Sozialdienst würdigte das Engagement der Paten und bezeichnete jeden Einzelnen als "Geschenk des Himmels, weil sie für die Bewohner so wichtig und wertvoll sind". Die Patenschaft als Form des Ehrenamts gibt es in den Heggbacher Einrichtungen seit mehr als 25 Jahren. Ursprünglich entstand sie aus einer Gruppe katholischer Frauen aus Schwendi, Maselheim und Riedlingen Sie hatten zunächst für eine ganze Wohngruppe aus Heggbach die Patenschaft übernommen. |
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"Ziel der Patenschaft ist ein langjähriger Kontakt zu einem behinderten Menschen", erklärt Elisabeth Hannak. "Wer die Menschen liebt, ist geeignet. Der Beruf oder das Alter der Erwachsenen spielen keine Rolle." Gerade am Familientag oder beim Sommerfest leiden manche Bewohner, weil sie keine Angehörigen haben. Drei bis vier Besuche pro Jahr, insbesondere zum Geburtstag, zum Sommerfest und an Weihnachten, sind daher wünschenswert. Wer sein "Patenkind" öfters besuchen möchte, sie/ihn gerne zu sich nach Hause einlädt oder einen gemeinsamen Ausflug unternimmt, stößt bei Elisabeth Hannak auf offene Ohren. Der Sozialdienst Heim Heggbach bietet zudem jedes Jahr eine Familienfreizeit und einen Tagesausflug für Paten und ihre "Schützlinge" an. Wer sich für eine Patenschaft entschließt, darf eine sechsmonatige Probezeit beanspruchen. Danach gibt es ein Reflektionsgespräch mit allen Beteiligten, um abzuklopfen, ob es Sinn macht, das freundschaftliche Verhältnis dauerhaft zu pflegen. |
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Patenschaften entstehen aus unterschiedlichen Beweggründen und sie werden auch ebenso verschiedenartig gelebt. Christel Weerth aus Reute ist seit 1986 Patin von Anna. Sie war bereits mit den Eltern der heute 69-jährigen befreundet. "Am Anfang hat es mich sehr berührt, wenn ich nach Heggbach kam, aber ich habe schnell erkannt, dass die behinderten Menschen auch Lebensqualität haben. Ihre offene und ehrliche Art hat mir gezeigt, Sie führen vielleicht ein zufriedeneres Leben als wir." Christel Weerth begleitet Anna bei der Familienfreizeit im Oktober nach Blaubeuren - auf diese gemeinsamen Tage freuen sie sich immer besonders. Daneben kommt Anna einmal pro Jahr nach Reute, Christel Weerth, Hauswirtschaftsmeisterin, besucht sie außerdem zum Geburtstag und beim Familientag in Heggbach. "Ich schenke ihr meine Zeit und sie beschenkt mich durch ihre Freude." |
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Hans Peter Hannak ist Pate und gesetzlicher Betreuer von Raimund. Der Ingenieur aus Kirchberg hat sich nicht nur animiert von seiner Frau Elisabeth bewusst für eine Patenschaft entschieden. Im 48-jährigen Raimund hat er einen gleichaltrigen Schützling gefunden, der ihm alle Probleme anvertraut. Auch Hans Peter Hannak geht mit Raimund zur Familienfreizeit, besucht ihn am Geburtstag oder lädt ihn nach Kirchberg ein. Wenn ein Problem auftaucht, ist er ebenso zwischendurch zur Stelle. |
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Ute Kiesle, 38-jährige zweifache Mutter aus Laupheim, besucht Uli einmal pro Monat in Heggbach. Seit zwei Jahren hat sie für die 47-jährige die Patenschaft und die gesetzliche Betreuung übernommen. Ute Kiesle hat schon als Sonntagshelferin ehrenamtlich für die Heggbacher Einrichtungen gearbeitet. "Nach anfänglichen kommunikativen Verständnisschwierigkeiten aufgrund ihrer Behinderung verbindet uns jetzt eine Freundschaft von Frau zu Frau. Ich kann mir ihrer sicher sein - das ist ein großes Geschenk in unserer Zeit", gibt Ute Kiesle mit verschmitztem Lächeln zu, dass es durchaus auch egoistische Gründe für eine Patenschaft geben kann. |
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Organisiert wurde das Patentreffen von den beiden Sozialdienst-Mitarbeitern Elisabeth Hannak und Wilfried Späth. Neben Kaffee und Kuchen gab es Austauschsmöglichkeiten der Paten untereinander und ein anschließendes gemeinsames Singen von Frühlingsliedern. |
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INFO: "Wir sind immer auf der Suche nach neuen Paten", erklärt Elisabeth Hannak. Wer sich für dieses Ehrenamt bei den Heggbacher Einrichtungen interessiert, kann sich an sie wenden: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr, Telefon 07353 81-206, per Fax 07353/81-154 oder per E-Mail hannak@heggbach.de |