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Pressemitteilung der St. Elisabeth-Stiftung vom 10.10.2000 St. Elisabeth-Stiftung investiert 40 Millionen Mark in die Neugestaltung des Jordanbades in Biberach "Jordanbad 2002": Ein vielfältiger Gesundheitspark für Jung und Alt Biberach – Die Krise im Kur- und Rehabereich machte in den letzten Jahren auch dem Jordanbad zu schaffen. In der Öffentlichkeit wurde sogar über Verkauf oder Schließung der traditionsreichen Kneipp-Einrichtung gemunkelt. Mit einem neuen Konzept und einer Investition von 40 Millionen Mark errichtet die St. Elisabeth-Stiftung einen Gesundheitspark für Jung und Alt. Im Oktober 2002 soll das neue Jordanbad eröffnet werden. Jordantherme, Wellness und Fitness, Prävention und Rehabilitation, Ärztehaus, Wohn- und Pflegeangebote für ältere Menschen sowie eine "Sinnwelt" – diese sechs Säulen sollen das Jordanbad ab 2002 ausmachen. Damit entsteht ein für die Region Oberschwaben bisher einzigartiges Rundum-Angebot für die Bereiche Gesundheit, Freizeit und Wohnen. Traditionsreiche Wasserheilanstalt Dem Wasser verdankt das Jordanbad seine Bedeutung. 1298 kam das Anwesen in den Besitz des Heiliggeistspitals Biberach und wurde bis ins 19. Jahrhundert als Kranken- und Badeanstalt genutzt. 1888 übernahmen es die Franziskanerinnen von Reute. Damit wurde das Jordanbad zur ersten ärztlich geleiteten kneipp’schen Wasserheilanstalt in Süddeutschland. Das Jordanbad wird heute von der St. Elisabeth-Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee verantwortet. Diese kirchliche Stiftung setzt seit Realisiert wird das Großprojekt zusammen mit Architekt Josef Wund aus Friedrichshafen, der zuletzt den Deutschen Pavillon auf der "Expo 2000" gebaut hat. Als Bauherr, Eigentümer und Betreiber der "Erdinger Therme" bei München bringt Wund viele Erfahrungen für das neue Jordanbad mit. "Derzeit laufen auch Verhandlung zwischen der Stiftung und Wund über eine gemeinsame Betreibergesellschaft", so Wolfgang Frühschütz, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung. Da für den neuen Gesundheitspark grundlegende bauliche Eingriffe nötig sind, scheint der Betrieb des bisherigen Jordanbades zwischen Mitte 2001 und Herbst 2002 nicht möglich. Dann müssten Mitte nächsten Jahres notgedrungen bis zu 80 Mitarbeiter entlassen werden. 140 neue Arbeitsplätze stehen ab Herbst 2002 zur Verfügung. Sechs Säulen für mehr Lebensqualität Das neue Jordanbad möchte in Oberschwaben das ganzheitliche Zentrum für Gesundheit, Wohlbefinden und mehr Lebensqualität darstellen. Sechs Säulen sollen dieses umfassende Angebot gewährleisten: Jordantherme als Thermal- und Freizeitbad Die Jordantherme wird zum Thermal- und Freizeitbad für die ganze Familie ausgebaut. Neben den beiden vorhandenen Becken werden zusätzliche zur Entspannung geschaffen. Auch Musik und farbiges Licht werden für das Wohlbefinden eingesetzt. Bewährte Kneipp-Methoden und moderne Weiterentwicklungen der Lehre bereichern das Bad. Nicht nur Erwachsene sind in der neuen Jordantherme willkommen. Für Kinder, Jugendliche und Familien soll es - baulich vom Thermalbad getrennt - ein eigenes Freizeitbad mit Riesen-Rutsche und anderen Attraktionen geben. Der Spaßbereich wird so angelegt, dass die Gäste im Thermalbad nicht gestört werden. Wellness und Fitness Für den Wellness-Bereich wird die neue Saunalandschaft mit verschiedensten Saunatypen ausgerüstet, beispielsweise mit Dampfbad, Türkischem Hamman, Duftsauna und Finnischer Aufgusssauna. Sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich werden die Besucher gastronomisch verwöhnt. Für Aufbau- und Funktionstraining stehen Fitness-Geräte zur Verfügung. Verschiedene Kurse, beispielsweise Aquatraining, ergänzen das Angebot. "Sinnwelt" - Eintauchen in die Welt der Sinne Mit der "Sinnwelt" plant die St. Elisabeth-Stiftung ein Angebot zur bewussten und intensiven Wahrnehmung der eigenen Sinne. Ralf Klein-Jung, ebenfalls Vorstand in der St. Elisabeth-Stiftung: "In unserer hektischen und schnelllebigen Zeit soll hier eine Oase der Ruhe geschaffen werden. Es werden dazu im gesamten Gelände mehrere Stationen, wie Kräutergarten, Summstein oder Windspiel, eingerichtet." Die Parkanlage, Schmuckstück des heutigen Jordanbades, wird in der "Sinnwelt" ebenso eingebunden wie verschiedene Gebäude, in denen zum Beispiel Sinntäuschungen simuliert werden oder Schall sichtbar gemacht wird. Die "Sinnwelt" soll ganzjährig geöffnet sein und auch eine lohnende Attraktion für Besuchergruppen, insbesondere für Schulklassen, darstellen. Prävention und Rehabilitation Für Reha-Patienten und Kurgäste wird es 120 Betten mit hohem Komfort geben. Daneben werden auch ambulante Badekuren angeboten. Sowohl stationäre wie auch ambulante Patienten werden in der physiotherapeutischen Abteilung mit Krankengymnastik, Bädern oder Massagen behandelt. Therapiert werden im neuen Jordanbad Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychophysische Erschöpfungszustände. Ergänzend zur fachlich qualitativen Schulmedizin werden, wie seit den ersten Tagen der Biberacher Einrichtung, Naturheilverfahren, insbesondere nach der Kneipp’schen Lehre, angewandt. Bis zu sechs Arztpraxen an einem Ort Für das geplante Ärztehaus bietet das Jordanbad eine optimale Verkehrsanbindung. Sechs niedergelassene Ärzte verschiedener Fachrichtungen können den Patienten im Ärztehaus eine optimale Versorgung garantieren. Sie arbeiten vernetzt als Konsiliarärzte mit der Rehabilitationsklinik zusammen und sind eng in die gesamte Anlage des Jordanbades eingebunden. Wohnen und Pflege für ältere Menschen In der Betreuten Wohnanlage für ältere Menschen werden Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen nach den Standards des Qualitätssiegels Baden Württemberg gebaut. Das im Wohnpark St. Josef Altshausen bereits bewährte und ausgezeichnete Konzept der St. Elisabeth-Stiftung ermöglicht den Bewohnern ein selbstbestimmtes Leben in Selbständigkeit und Sicherheit bis ins hohe Alter, in enger räumlicher und organisatorischer Verbindung zum neuen Pflegeheim. Das gute Kulturangebot im nur drei Kilometer entfernten Biberach, die Einbindung der Wohnanlage in den neuen Gesundheitspark sowie die reizvolle oberschwäbische Landschaft garantieren ein Leben in hoher Qualität. |