Pressemitteilung der St. Elisabeth-Stiftung vom 14.12.2000

 

Das Jordanbad hat noch bis 30.06.2001 geöffnet

Therme, Kurbetrieb und Therapie im Jordanbad bis Sommer 2001

Biberach – Mit einem neuen Konzept und einer Investition von 40 Millionen Mark errichtet die St. Elisabeth-Stiftung einen Gesundheitspark für Jung und Alt. Bis Ende Juni 2001 wird das Jordanbad in gewohnt guter Qualität alle Gäste versorgen. Dann muß komplett geschlossen werden, 83 Mitarbeitern wird zum 30.6.2001 gekündigt. Demgegenüber stehen die 140 Arbeitsplätze, die ab Herbst 2002 im neuen Jordanbad entstehen.

Jordantherme, Wellness und Fitness, Prävention und Rehabilitation, Ärztehaus, Wohn- und Pflegeangebote für ältere Menschen sowie eine "Sinnwelt" – diese sechs Säulen sollen das Jordanbad ab 2002 ausmachen. Damit entsteht ein für die Region Oberschwaben bisher einzigartiges Rundum-Versorgungsangebot der Bereiche Gesundheit, Freizeit und Wohnen. Architekt Wund aus Friedrichshafen ist Planer und Generalunternehmer des Großprojektes und für den zukünftigen Betreib der Therme und des Wellnessbereiches auch Mitgesellschafter.

Aufgrund der kurzen Bauzeit von Juli 2001 bis voraussichtlich September 2002 wird an allen Gebäuden in etwa gleichzeitig mit den Um- und Neubauten begonnen. Ein sinnvoller Kur- und Therapiebetrieb ist in dieser Zeit nicht durchführbar. Nach intensiver Prüfung kamen die Verantwortlichen zu der Entscheidung: "Baulärm, Staub, Versorgungslücken bei Heizenergie, Strom und Thermalwasser, unzumutbare Zufahrts- und Parksituation - das können wir unseren erholungssuchenden Gästen nicht zumuten", so Kurt Rimmele, Verwaltungsdirektor des Jordanbades. "Wir müssen das Jordanbad für mindestens 15 Monate komplett schließen, damit wir in kürzester Zeit die komplexen Baumaßnahmen in hoher Qualität und ohne technische Kompromisse durchführen können".

Das hat auch Konsequenzen für die Belegschaft. In der gestrigen Mitarbeiterversammlung informierte die Klinikleitung, dass 83 Mitarbeitern jetzt die Kündigung zum 30.6.2001 ausgesprochen wird. Überraschend kam die Kündigung jedoch nicht, da die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit bereits Mitte Oktober informiert worden waren, dass dieser Schritt wahrscheinlich nicht vermeidbar ist.

Die St. Elisabeth-Stiftung beschäftigt in Oberschwaben über 1100 Mitarbeiter an insgesamt 13 Standorten und ist an weiteren sozialen Einrichtungen mit über 2500 Mitarbeitern beteiligt. Einige Mitarbeiter des Jordanbades konnten bereits ihren Arbeitsplatz wechseln und so dauerhaft sichern. "In allen stiftungseigenen Einrichtungen werden seit Oktober Bewerbungen von Jordanbad-Mitarbeitern exklusiv berücksichtigt." so Ralf Klein-Jung, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung. "Wir schätzen, dass wir bis Sommer 2001 noch mindestens 15 Mitarbeitern den Wechsel in eine andere Einrichtung der Stiftung anbieten können". Insbesondere den schwerbehinderten und älteren Mitarbeitern, die auf dem freien Arbeitsmarkt schwer eine neue Stelle finden werden, sollen solche Stellen angeboten werden.

Die Klinikleitung führte in den letzten Wochen auch erfolgreich Gespräche mit anderen, nicht stiftungseigenen Betrieben, um freiwerdende Stellen den Mitarbeitern des Jordanbades anbieten zu können. Mit dem Arbeitsamt wurde frühzeitig über Kurzarbeit, mögliche Übergangslösungen, aber auch über Weiterbildungsmaßnahmen für einzelne Mitarbeiter beraten.

In intensiven und konstruktiven Verhandlungen mit der Mitarbeitervertretung des Jordanbades konnte vergangene Woche bereits ein Sozialplan vereinbart werden, der die sozialen Härten der ausscheidenden Mitarbeiter abfängt. Vorstand Wolfgang Frühschütz: "Dafür stellt die Stiftung über 1.000.000,-- DM bereit. Insbesondere die langjährigen Mitarbeiter und die Mitarbeiter mit Familie werden in dem Sozialplan bevorzugt behandelt."

Einige Mitarbeiter werden die Kündigung zum Anlaß nehmen, um in Ruhestand oder Vorruhestand zu gehen. Der Sozialplan enthält dazu auch einen Ausgleich für eventuelle Verluste durch den frühzeitigen Einstieg in die Rente. Ebenfalls ist die Zusage enthalten, dass mit Inbetriebnahme des "neuen Jordanbades" Bewerbungen der jetzt gekündigten Mitarbeiter bei entsprechender Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt werden.

Bis Sommer 2001 läuft der Betrieb voll weiter. Für das kommende Jahr hat das Jordanbad im November das neue Gesundheitsprogramm veröffentlicht: Angeboten werden neben dem täglich möglichen Thermalbadbesuch auch Pauschal-Kuren mit ärztlicher Betreuung, Kneipp-Aktiv-Tage auch speziell für Senioren, Kurse für Rücken und Gelenke, Wohlfühlwochenenden und Radwanderungen. Näheres im Internet unter www.jordanbad.de .