Pressemitteilung der St. Elisabeth-Stiftung vom 20.12.2000

Malteser und St. Elisabeth-Stiftung arbeiten in Ulm ab Januar eng zusammen

St. Elisabeth-Stiftung übernimmt ambulanten Pflegedienst der Malteser

Ulm - Die beiden katholischen Organisationen, der Malteser Hilfsdienst Ulm und die St. Elisabeth-Stiftung Bad Waldsee, bündeln ab dem neuen Jahr ihre Kräfte. Damit wird der ambulante soziale Dienst der Ulmer Malteser künftig als "Pflegedienst St. Elisabeth" fortgeführt. Auch der Service "Essen auf Rädern" läuft in Zukunft unter dem Namen der St. Elisabeth-Stiftung.

Die St. Elisabeth-Stiftung mit Hauptsitz in Bad Waldsee ist zwischen Ulm und Ravensburg aktiv. Ihre Schwerpunkte hat sie in der Behinderten- und Altenhilfe. Dazu kommen die Bereiche Gesundheitshilfe, Beteiligungen und Wirtschaftsbetriebe. Zum 1. Januar 2000 haben die Franziskanerinnen von Reute alle ihre Einrichtungen in die St. Elisabeth-Stiftung eingegliedert, um die 150-jährige Tradition des Ordens mit ihrem caritativen Auftrag, "Gott in der leidenden Menschheit zu dienen", in eine sichere Zukunft zu führen.

Sicher weitergehen wird es dank der Kooperation auch mit den Leistungen des ambulanten Pflegedienstes der Malteser Ulm, die künftig als "Pflegedienst St. Elisabeth" auftreten. Die St. Elisabeth-Stiftung übernimmt nicht nur alle Pflegepatienten. "Die 15 Mitarbeiter im Pflegedienst, darunter acht Zivildienstleistende, und zehn weitere Angestellte in der Nachtbereitschaft werden unter gleichen vertraglichen Bedingungen übernommen", versichert Ralf Klein-Jung, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung.

Das gesamte Leistungsspektrum der ambulanten Pflege der Malteser wird somit unter neuem Namen weitergeführt. Dazu gehören hauswirtschaftliche Dienste, Grund- und Behandlungspflege, häusliche Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Familienpflege, Mobiler Sozialer Dienst und die Nachtbetreuung. Auch "Essen auf Rädern" wird unter dem Dach der St. Elisabeth-Stiftung fortgeführt. "Ziel ist es", so Klaus Stuhlmüller, Geschäftsführer für den Bereich Altenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung, "den qualitativ hochstehenden Pflegedienst des Malteser Hilfsdienstes fortzuführen und weiterzuentwickeln." Klaus Weber, Diözesangeschäftsführer der Malteser in Stuttgart, sieht in der Kooperation einen notwendigen Schritt. "Wir waren zu klein, um langfristig als eigenständiger Dienst eine wirtschaftliche Tragfähigkeit zu erreichen. Wir haben zehn Jahre um eine volle Kostendeckung gekämpft." Der immer schwieriger werdende Gesundheitsmarkt erfordere eine zunehmende Vernetzung, meint Klaus Weber. Da die St. Elisabeth-Stiftung bereits ähnliche Kooperationsmodelle an anderen Orten unterhält, sah er in ihr den geeigneten Partner für die Zukunft. Der Geschäftsbereich Altenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung ist bereits an zwei anderen ambulanten Pflegediensten in Bad Waldsee und Altshausen beteiligt. Außerdem unterhält die Stiftung stationäre Pflegeeinrichtungen in den Wohnparks in Ehingen und Altshausen. Die St. Elisabeth-Stiftung wird ihren Kunden im Gegenzug den Malteser Hausnotruf anbieten. Die Betreuten Wohnanlagen der Stiftung, die nicht über ein internes Alarmsystem verfügen, werden folglich an die Hausnotrufzentrale der Malteser angeschlossen. Die bisherige Geschäftsstelle des Malteser Hilfsdienstes in der Neuen Gasse 20 in Söflingen werden ab Januar beide Träger nutzen.

Unter dem Namen Malteser bleibt der Ausbildungsbereich bestehen, das heißt Erste-Hilfe-Kurse, Sofortmaßnahmen am Unfallort und der Sanitätsdienst für Betriebe. Die Malteser treten auch in Zukunft im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen und als Ehrenamtlicher Betreuungsdienst auf.

Seit 1854 und bis heute ununterbrochen sind die Franziskanerinnen von Reute in Ulm aktiv. Am Anfang gründeten vier Schwestern vom Standort Ehingen aus in Ulm eine Filiale. Aus der damaligen "Stadtkrankenpflege" wurde später die Sozialstation. Heute sind noch sechs Franziskanerinnen in Ulm in sozialen und kirchlichen Arbeitsfeldern tätig, davon zwei in der katholischen Sozialstation.